Unser Absacker für den Sommer. Oder: Wie man die große Freiheit Sommerferien noch etwas dehnt

Naturbadeteich auf dem Campingplatz Obstgarten
Naturbadeteich auf dem Campingplatz Obstgarten

1. Reisetag. Donnerstag, 8. September 2016. Von Neusäß nach Kurtatsch, Südtirol

Übernachtung: Camping Obstgarten, Kurtatsch, OT Breitbach

Tageskilometer: 358

 

Nochmal weg? Das klingt absolut verführerisch so kurz vor dem Ende der großen Ferien. Die Schultaschen für den Herbst sind gepackt und warten auf ihre Premiere am 13. September im neuen Schuljahr 2016/17. Die Kinder gewöhnen sich langsam an die Idee, bald wieder Schülerin und Schüler zu sein. Die nächsten Monate werden wir wieder früh aufstehen und uns dem Alltag mit seinem eigenen Rhythmen stellen. Der Sommer wird schnell in den Herbst übergehen. Die Tage werden kürzer, die Abende länger und kühler. 

 

Grund genug für einen Absacker, für eine kleines Abschiedsfest für die Sommerferien, die nur noch wenige Tage dauern. Letzte Woche haben wir kurzerhand überlegt, ein langes und wahrscheinlich letztes Sommerwochenende in der Stuga zu verbringen. So sind wir heute früh um vier im Stockdunklen und mit müden Augen aus den Kojen gekrochen und losgezogen. Die letzte Nacht haben wir in der Stuga geschlafen, nur 200 Meter von unserer Haustür entfernt. Für die Kinder ein perfekter Auftakt für ein langes letztes Ferienwochenende.  

 

Als es gerade so hell wurde haben wir den Brenner überquert und zum zweiten Frühstück hatten wir unser Ziel erreicht: Kurtatsch in Südtirol. Inzwischen waren wir so oft hier, dass es sich herrlich vertraut anfühlt: Hochsommerliche Temperaturen, ein Sprung in den Badeteich, ein Spaziergang durch die kühlen Gassen des Ortes und ein Glas Sauvignon vor der Stuga und für die Kinder ein tropfendes Eis am Stiel.  Was für ein schöner Sommerabschluss. Besser können Sommerferien eigentlich gar nicht zu Ende gehen!

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In und um Kurtatsch. Ein Ferientag ganz so, wie er sein soll

Margreid. Ein fotogener, lauschiger Ort im südtiroler Unterland
Margreid. Ein fotogener, lauschiger Ort im südtiroler Unterland

2. Reisetag. Freitag, 9. September 2016. In Kurtatsch, Südtirol

Übernachtung: Camping Obstgarten, Kurtatsch Breitbach

 

Die Reise an einen Ort, den man schon ziemlich gut zu kennen glaubt, ist absolut entspannend. Wir haben nicht das Gefühl, Sehenswürdigkeiten abklappern zu müssen, weil wir eben zufällig in der Nähe sind. Wir sind komplett befreit von der Idee, Dies&Das&Jenes sehen zu müssen. Ein Spaziergang durch das malerische Dorf Margreid, ein Eis im Nachbarort Neumarkt und abends eine Stippvisite im Buschenschank Santlhof in Hofstatt über Kurtatsch sind genug Tagesprogramm für einen gelungenen Sommerferientag. Die südtiroler Küche im Buschenschank war wieder einmal ganz großes Kino. Kasnocken, Schlutzkrapfen, Marillenknödel und Kaiserschmarren gehören sicher nicht zur leichten Sommerküche, machen aber zusammen mit einem Glas Wein aus dem eigenen Weinberg und einem Glas Hollunderschorle bei grandioser Aussicht einfach glücklich. Hut ab, Tante Rosa!

 

Die Örtchen liegen so nah bei unserem Quartier in Breitbach, dass wir dazwischen immer wieder zu Hause in der Stuga eintrudeln und Mittagessen, kühle Zitronenlimonade bei der Hochsommerhitze schlürfen und uns im Badeteich erfrischen. Und ich frage mich auf dieser Südtirol Reise nicht zum ersten Mal, ob es überhaupt noch lohnt, eine Randnotiz im Fahrtenschreiber zu hinterlassen. Wir erleben nichts wirklich bahnbrechend Neues. Der Reiz liegt vielmehr im Bekannten, im Unspektakulären und in den Details, die sich mit jedem Besuch intensiver zeigen und schon Lust auf die nächste Reise hierher machen, bevor wir überhaupt abgereist sind.

Angenehme Kühle in Margreid durch das rauschende Bächlein
Angenehme Kühle in Margreid durch das rauschende Bächlein
In den Gassen von Margreid
In den Gassen von Margreid
Neumarkt. Zitrone und helle Schokolade sind die Favoriten des kleinen Helden im Eissalon Arlecchino
Neumarkt. Zitrone und helle Schokolade sind die Favoriten des kleinen Helden im Eissalon Arlecchino
Große Freiheit Sommerferien. Camping Obstgarten, Südtirol
Große Freiheit Sommerferien. Camping Obstgarten, Südtirol
Buschenschank Santlhof, Hofstatt über Kurtatsch, südtiroler Unterland
Buschenschank Santlhof, Hofstatt über Kurtatsch, südtiroler Unterland
Buschenschank Santlhof in Hofstatt im Südtiroler Unterland. Wunderbare bodenständige Küche in herrlicher Kulisse
Buschenschank Santlhof in Hofstatt im Südtiroler Unterland. Wunderbare bodenständige Küche in herrlicher Kulisse
Reben am Santlhof in Hofstatt über Kurtatsch
Reben am Santlhof in Hofstatt über Kurtatsch
Sauvignon oder Chardonnay? In jedem Fall freuen wir uns im kommenden Jahr auf ein Wiedersehen im Glas
Sauvignon oder Chardonnay? In jedem Fall freuen wir uns im kommenden Jahr auf ein Wiedersehen im Glas
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Spätsommer. Ein Ausflug bei hochsommerlichen Temperaturen auf den kühlen Fennberg

Naturdenkmal Mammutbäume in Fennhals. 100 Jahre alte Bäume, gepflanzt anläßlich des 50jährigen Jubiläums der Kaiserkrönung von Franz Joseph
Naturdenkmal Mammutbäume in Fennhals. 100 Jahre alte Bäume, gepflanzt anläßlich des 50jährigen Jubiläums der Kaiserkrönung von Franz Joseph

3. Reisetag. Samstag, 10. September 2016. In Kurtatsch und Unterfennberg

Übernachtung: Camping Obstgarten, Kurtatsch Breitbach

 

Kaum zu glauben, dass wir heute erst den dritten Tag in unserer kleinen und feinen Campingoase in Breitbach bei Kurtatsch sind. Die letzten Tage der Sommerferien tauchen wir noch einmal in eine wunderbare Entspanntheit  ein, die -ich wette!- am Dienstag recht abrupt ihr Ende finden wird. The same procedure als every year ...

 

Das zauberhafte Fräulein Fahrtenschreiber und der kleine Held plädieren für ein Ende der Lobhudelei auf unseren Lieblingsplatz in Südtirol. Immer noch ist er mehr als gut gefüllt. Kaum wird ein Plätzchen frei, ist es auch schon wieder belegt. Mit Glück und Spucke haben wir einem Platz für die drei Tage bekommen, die wir uns gewünscht haben. Ein Geheimtipp im Südtiroler Unterland ist der Obstgarten mit seinen 25 Stellplätzen sicher nicht mehr. Manche Schätze lohnt es sie geheimzuhaltend, meinen unsere Kinder. Am Ende kriegt man vor lauter Begeisterung mal selbst keinen Platz mehr!

 

Die Temperatur ist  an diesem 10. September erstaunlich hoch. Schon am Vormittag klettert die Quecksilberäule auf über 30 Grad und wir machen uns durch verwunschene Zauberwälder und vorbei an Mammutbäumen auf den Weg nach Fennberg. Hier oben lässt es sich wunderbar ein Stündchen wandern. Die Kinder sind anfangs wie immer skeptisch und maulen, was das "Latschen" angeht. Einen Geocache können wir leider nicht bieten, der liegt auf dem Klettersteig nach Margreid und ist unbezwingbar für uns Freizeitwanderer. Himmel!

 

Von Unterfennberg am Kirchlein vorbei läuft man im Schatten in Richtung Oberfennberg. Frau Hund ist begeistert, die Kinder schließlich auch. Bei wurzeligem Untergrund wird die Steigung zur Nebensache. Wanderungen, die sich nicht in der Kulisse Forstweg mit rechts ein Bäumchen, links ein Bäumchen und dazwischen Zwischenräumchen abspielen, sind ideal für das zauberhafte Fräulein Fahrtenschreiber und den kleinen Helden. Die Wiese am Fennsee lädt zum Abschluss zu einem Picknick ein. 

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Boah Leute, wo wollt ihr denn alle hin?!

4. und letzter Reisetag. Von Kurtatsch, Südtirol nach Neusäß

Tageskilometer: 360

 

In unserer Campingoase sind die Sachen ratzfatz in die Stuga gepackt und es bleibt vor der Abreise nach einem gemütlichen Frühstück noch genug Zeit für ein paar Bahnen im erfrischenden Badeteich. Von diesem Erlebnis werde ich die nächste Stunden zehren. Die Fahrt nach Hause wird sich beinahe endlos dehnen. Nach acht Stunden auf der Asphaltpiste haben wir läppische 360 Kilometer zurückgelegt. Für alle Optimisten: Die letzte Stunde lief recht gut, wir haben mit der Stuga im Schlepptau fast 100 Kilometer gut gemacht. Wenigstens mussten wir mit unserer Reiseroute über den Fernpass nicht hadern. Die Verkehrsmeldungen haben für den Brenner ähnliche Zustände gemeldet. Das letzte Ferienwochenende für Bayern und BaWü hat es nochmal in sich und auch auf der Gegenfahrbahn sieht es nicht viel besser aus. Autokolonnen schieben sich von Süd nach Nord und von Nord nach Süd. Zum Jammern gibt es dennoch wenig Grund, wir hatten ein wunderbares letztes Ferienwochenende. Der Süden Südtirols ist schon ein besonderes Schätzchen, das wir ins Herz geschlossen haben. Hach, man könnte glatt schon wieder ... 

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